Vladdi ist der von Vielen belächelte und zu kurz geratene Feldherr von Jüchen. Aber was für einen Grund gibt es, über ihn zu lachen? Sind es vielleicht die nicht enden wollenden komischen Kinderporträts? Oder der zu beobachtende Einsatz für Volk und Vaterland?
Es ist schwer, gegen Vorurteile anzukämpfen. Das weiß Keiner besser, als Vladdi. Er versucht dennoch immer wieder seinen Namen rein zu waschen. Allein beim Fußball: Wer kann schon so elegant auf die Fresse fliegen wie er, auch wenn weit und breit kein Ball in der Nähe ist? Er setzt sich mehr als 100% für die Mannschaft ein...Leider bleibt diese dabei meistens auf der Strecke. Trotzdem ist er jedoch immer ein feste Größe innerhalb des Vereins und bereits für viele Auszeichnungen nominiert worden. Bei den Nominierungen ist es leider meistens auch geblieben.
Sein selbstloser Einsatz hat ihm leider auch hin und wieder körperliche und seelische Schäden eingebracht, die er nie ganz überwunden hat. Aber dennoch, er macht weiter. Stephan kämpft um jeden Millimeter Asphalt (anno dazumal noch mit der Vespa), auch wenn er hierdurch schon so manches Gefährt an die Straße verloren hat. Irgendwann hört man auf zu zählen, aber man erinnert sich doch immer an das erste Mal, als er mit der Kutsche seines Vaters gegen ein Taxi fuhr. Männer, das waren schon Jahre!
Zudem ist in aller Munde, wie er sich auf seiner frisierten türkisen Vespa mit einem Bofrost-Tiefkühl-Lastwagen anlegte. Schnell merkte er jedoch, dass er dabei den Kürzeren ziehen würde. Doch die ganze Misere hatte ihren Ursprung zu Fahrradzeiten. Hier landete Vladdi vor lauter Charme unsanft in einigen gelben Müllauffangbehältern der Firma Schönmackers. Auslöser war die holde Nachbarstochter Jenny L. (besser bekannt unter J. Löbig), die Stephan beim Sonnenbad im knappen Bikini gesichtet hatte.
Das ist Vladdi. Ein Mann, ein Wort. Er ist in Jüchen und Umgebung bekannt wie ein bunter Hund, oder mehr wie ein räudiger Straßenköter. Das liegt im Auge des Betrachters. Dieser Junge hat Etwas an sich, was einem Außenstehenden spanisch vorkommt. Ja so Mancher denkt sogar, als der liebe Gott die Religionen verteilt hat, dass er sich einen Döner geholt hätte. Aber dies stimmt nicht. Es war eine Thunfischpizza mit doppeltem Käse.
Dennoch, die Jahre verstrichen und er reifte zu dem, was er heute verkörpert. Was immer das auch sei...Es folgten die ersten Schlachten (auch Schützenfeste genannt) und die ersten Paraden für den König, die er mit Mühe und Not über die Bühne brachte. Auch wenn es nicht immer zweckerfüllend war, wenn er als Einziger versuchte, den zur Parade stehenden Musikverein über den Haufen zu rennen. Aber Hauptsache, die anderen Zugmitglieder wissen ihn zu würdigen. Und wo Stepahn ist, ist vorne!
Fazit: Existenzielle Unsicherheit als Folge der Unmöglichkeit von Erkenntnis!