Zucht und Ordnung innerhalb des Vereins, dies stellt in personifizierter Form unser Zugführer Axel Kopp dar. Wenn er das Wort ergreift, dann kneifen alle Anderen die Pobacken zusammen und halten die Luft an. Als Oberhaupt der Garde-Infanterie gebührt ihm Respekt und Anerkennung...sowie das Privileg ewiger Beförderungen.
Eigentlich wollte er seit Kindheitstagen Tambour-Major werden. Bei seiner Statur, seinem Taktgefühl und seinem Hang zur Marschmusik sollte ihm eigentlich nichts im Wege stehen. Doch am Ende hat es dann doch nur für die Infanterie gereicht. Gut für uns…
Da Atze unseren Haufen anführt, ist sein Bekanntheitsgrad im Jüchener Schützenwesen natürlich enorm. Denn er ist es immer, der von oben die Rüge bekommt, wenn andere Vereinsmitglieder sich daneben benehmen oder bei Veranstaltungen durch Abwesenheit glänzen. Doch das ist nicht weiter schlimm. Denn diese Personen bekommen auf der nächsten Versammlung so dermaßen den Marsch geblasen, dass sie stramme Haltung annehmen und ihnen der Pipi in den Augen steht.
Aufgrund seiner stets akkuraten Erscheinung wurde ihm die Ehre zu Teil, als jüngster Adjutant der Königin in die Geschichte des BSHV Jüchen einzugehen. Darauf sind wir natürlich sehr stolz, jedoch häufen sich seitdem die Anfragen als Aspirant auf den Adjutantenposten in Richtung Fleischer!
Durch die Erfindung des Kopp-Effekts gelangte Axel ebenfalls zu großer Anerkennung. Er hat einfach ein Gespür dafür, wann es Zeit für ein paar Lieder von Bryan Adams, Jon Bon Jovi oder Marius Müller-Westernhagen ist. Seines Erachtens nämlich immer! Doch eins muss man ihm dabei lassen: Sein daher geschmettertes „SEEEEXEEEYYYY…“ passt auch wirklich gekonnt zu jeder Musikrichtung. Und übertönen kann ihn dann sowieso keine Musikanlage mehr, auch nicht die von Manowar.
Wenn er bei den Paraden am Markt das Kommando „Augen rechts“ gibt, springt die erste Zuschauerreihe schnell in Deckung und manches, von Inkontinenz geplagte, Großmütterchen hat sich vor Schreck in die Hose gemacht. Doch selbst die perfekte Ausführung des Kommandos hilft nicht, denn bei der Parade hat jedes Vereinsmitglied scheinbar sein eigenes, inneres Startsignal für den Stechschritt. So bleibt es dann auch nicht aus, dass Axel nach der Parade die Frage stellt: "Wie sah es aus in der letzten Reihe?"
Fazit: Alles Atze!